Val Grande

Val Grande

ein Blog ganz und gar meiner Wahlheimat - dem Parco Nazionale Val Grande - gewidmet...

Aktuelles über Wege, Hütten und schlicht und ergreifend ein Leben in und von der größten Wildnis Italiens. Hier gibt es eine Menge nützliche Infos zur Situation im Park und den einen oder anderen Tipp für diese oder jene Route... Für Führungen stehe ich JEDERZEIT zur Verfügung - weitere Infos auf www.piemont-trekking.de

aktuelle Infos zu allen Hütten im Val Grande

Infos HüttenPosted by Tim 10 Dec, 2011 14:24:43

Hier gibt es ständig aktualisierte Infos zum Zustand der Hütten. Öffnungszeiten der bewarteten Häuser selbstverständlich ohne Gewähr.

Seit 2010 Jahr sind sämtliche Unterkünfte von mir mit Kaffeemaschinen ("Moka") ausgerüstet - der Kaffee wird entsprechend fortwährend nachgeliefert... abgesehen von Scaredi und In la Piana, dort ist der Besucherstrom einfach zu groß. Die meisten anderen Utensilien (Sägen, Töpfe, Pfannen, Becher, Wäscheklammern etc.) stammen ebenfalls von mir. Bitte schont diese Einrichtungsgegenstände, damit alle lange etwas davon haben, und auch, weil mir der Goldesel fehlt, um sie ständig zu ersetzen - ich bekomme dafür kein Geld, das ist alles ehrenamtliche Arbeit.

Der Park versorgt ein- bis zweimal im Jahr alle offiziellen Nationalparkshütten oberhalb der Baumgrenze per Helikopter mit Brennholz (namentlich Bocchetta di Campo, Scaredi, Colma, Ragozzale - nicht Mottac). Mangels finanzieller Mittel ist dies aber nicht garantiert. Bitte geht so oder so äußerst sparsam mit dem Holz um.

Unterhalb der Baumgrenze ist jeder selbst für einen ausreichenden Brennholzvorrat zuständig. Bitte auch hier die Öfen sparsam betreiben und stets verbrauchtes Holz nachfüllen. Es gilt das ungeschriebene, aber durchaus verbindliche Gesetz: immer (mindestens) soviel Holz sammeln, wie man selbst verbraucht! Wer bei Regen und Dunkelheit ankommt, ist mehr als froh, wenn er etwas trockenes Holz vorfindet. Vielen Dank auch im Namen der Nationalparksverwaltung!

Al Cedo (22.09.17)

vom CAI Vigezzo unterhaltenes, üblicherweise geschlossenes Haus; während der Sommersaison kann der Schlüssel bei der Sektionsverwaltung abgeholt werden (alle Infos siehe homepage); die Hütte ist erst kürzlich komplett renoviert worden und äußerst komfortabel

Bocchetta di Campo (27.07.16)

nagelneuer Ofen wurde 2013 installiert, zieht und wärmt perfekt; frisches Brennholz am 07.06. geliefert; Wasser bei den Quellen in Richtung Pedum circa 90 Höhenmeter unterhalb der Hütte, diese sind sehr zuverlässig; die Hütte entwickelt zu einer der am stärksten frequentierten im Val Grande, in den Sommer- und Herbstmonaten immer wieder überfüllt - nur acht Plätze (im Aufenthaltsraum)

Bondolo (21.09.17)

kein Brennholz in der Hütte vorhanden, eher schwierige Sammelmöglichkeiten; der Schlafraum unterm Dach ist extrem zugig (und bei Regen nass), ich empfehle grundsätzlich, auf den Tischen und Bänken vor dem Kamin zu nächtigen...; Kamin seit Jahren schadhaft, bei starkem Wind drückt der Rauch ins Haus; der Nationalpark beabsichtigte, das Haus noch 2017 komplett zu restrukturieren (Ofen, Schlaflager etc.), es wird aber wohl (mit Glück) 2018 werden; Wasser aus sehr guter Quelle bei der Furt in Richtung Vald (nicht der Bach selbst, der führt nur von Kühen gewürztes Oberflächenwasser, die Quelle sprudelt unter einem Felsen auf der Bondolo-Seite hervor)

Buè (26.06.17)

winziges Hüttchen (maximal 4 Plätze!) in der Ruinenstadt von Buè; großer, aber etwas ramponierter Holzofen, sonst gut ausgerüstet; das große Haus nebenan der Gruppo Escursionisti Valgrande ist Anfang Oktober 2016 bis auf die Grundmauern abgebrannt, daher gibt es derzeit kein elektrisches Licht; der Brunnen läuft aber

Colma (11.09.17 - Info vom 12.09.17)

Brennholz wurde am 12.09. geliefert; wenn der Brunnen nicht läuft, findet man meist ein kleines Rinnsal in der ersten Rinne Richtung Proman (ab Mai, vorher ist dort alles verschneit und man muss Schnee schmelzen); im Allgemeinen sehr gut besucht (Klassische Durchquerung, selten unter zehn Besucher pro Nacht), häufig sammelt sich Müll an - habe aber dennoch eine neue Kaffeemaschine vorbei gebracht

Cortechiuso (23.09.17)

kein Brennholz vorhanden und vor Ort leider desaströse Sammelmöglichkeiten... wer aus Richtung Vou kommt, sollte unbedingt ein paar Buchenäste einpacken (300 Höhenmeter), und wer von Scaredi kommt, nimmt am besten ein paar Brocken von dort mit; der kleine Ofen zieht nicht besonders gut (habe die Rohre gereinigt, nun geht es wesentlich besser): es gibt nur eine Chance, ihn anzufeuern: komplett von Ascheresten befreien und mit wirklich absolut trockenem Holz beginnen, dann brennt später auch das feuchte Zeug; dafür darf der Kamin nicht mehr benutzt werden (noch schlechterer Zug); Brunnen vor dem Haus läuft so gut wie nie, eine kleine Quelle circa 30 Höhenmeter hinter dem privaten Haus führt jedoch meistens Wasser, und in der Rinne 70 Höhenmeter talwärts (auf dem Weg nach Vou) gibt es auch in trockeneren Zeiten stets Wasser; die Amici di Cortechiuso aus Finero kümmern sich gut um das Haus, und ich habe viele Kleinigkeiten vorbeigebracht und einige Sachen repariert

Corte di Sopra (29.10.16)

nachdem die zerstörte Hütte von Ogliana definitiv nicht wieder aufgebaut wird, ist nun die Hütte von Corte di Sopra, bisher privates Bivacco der Gemeinde Beura-Cardezza, immer geöffnet; die Jäger der Gegend kümmern sich gut um sie, haben aufgeräumt und mit einem ausreichenden Holzvorrat versehen; leider hat sie den Charme eines Betonbunkers: feucht, kalt, dunkel - der Aufenthaltsraum lässt sich aber gut beheizen

Cortino (25.09.16)

bewartetes Agriturismo mit Übernachtungsgelegenheit; üblicherweise nur in den Sommermonaten und dann auch nur an den Wochenenden geöffnet; Info 0324 92456

Curgei (08.11.16)

der Ofen hat seine besten Zeiten hinter sich und leckt an mehreren Stellen; Brunnen läuft üblicherweise sehr zuverlässig; mittlerweile recht gut frequentiert, doch die Pro Loco Miazzina kümmert sich rührend um das Haus, das so in seinem guten Zustand erhalten bleibt und viele Annehmlichkeiten bietet

Fornà (20.10.16)

der Dorfverein von Falmenta kümmert sich gut um die Hütten und hat einige Instandhaltungsarbeiten durchgeführt; alles sauber und gepflegt; allerdings gibt es wenig Holz und schlechte Sammelmöglichkeiten (die Erlen sind mehr oder weniger leergeräumt)

Fulka (03.11.16 - Info vom 17.08.17)

wenn der Brunnen versiegt (vor allem im Sommer und Herbst), ist die nächste Wasserstelle weit entfernt (Vanzone oder Alpone); sonst alles bestens und sehr aufgeräumt - es werden derzeit Renovierungsarbeiten durchgeführt, das Häuschen wird dadurch deutlich aufgewertet

In la Piana (10.09.17)

alles ganz gut in Schuss, auch wenn sich saisonbedingt langsam aber sicher Müll ansammelt; in den Sommer- und Herbstmonaten stark besucht (Klassische Durchquerung - an Wochenenden oft hoffnungslos überfüllt, über 50 Gäste sind keine Seltenheit)

Lidesh (30.11.16)

traditionell großes Wasserproblem (Brunnen läuft nicht immer (Wasch-, kein Trinkwasser - muss abgekocht werden - kommt aus einem großen Behälter, in dem das (Regen-)Wasser lange Zeit steht); das Rinnsal in der Rinne zehn Gehminuten in Richtung Torrione (bei der ersten Serpentine) tröpfelt manchmal etwas, meist ist es aber ausgetrocknet, besonders im Hochsommer und Herbst; wenn überhaupt nichts mehr fließt, kann man im Behälter zehn Meter über der Hütte Wasser schöpfen; ganz ordentliche Sammelmöglichkeiten für Brennholz; habe zahlreiches Inventar vorbei gebracht (neue Moka, Töpfe, etc.)

Mottac (21.09.17)

die beschädigte Zisterne bei der winzigen Quelle ist Ende Juli 2016 komplett saniert wurden, das Wasserproblem ist damit deutlich entschärft (tatsächlich gibt es trotz der großen Trockenheit nach wie vor ausreichend Wasser) - im Sommer sollte das im Reservoir stehende Wasser abgekocht oder gefiltert werden; Brennholz leidet meist unter Schwindsucht, unter anderem wird nach wie vor Feuer im Freien entfacht, was eine sinnlose Verschwendung der so wertvollen Ressource bedeutet; im hinteren Hüttenteil wurde der beschädigte Ofen durch einen Küchenherd ausgetauscht (eine Spende der Forestali), dessen Brennkammer nun allerdings ebenfalls stark beschädigt ist - ich habe alles notdürftig repariert, bitte vorsichtig hantieren; im Rahmen meiner Überwinterung 2010/2011 habe ich die Hütte mit vielen Kleinigkeiten ausgestattet (Stühle, Tische, Kücheneinrichtung, Sägen, auch Holzbock, Klappstühle und Sessel, da steckt eine Menge Schweiß drin, bitte sorgsam damit umgehen), und es gibt nun ein Schild, das zur Quelle weist; seit November 2012 ist Mottac von mir offiziell "adoptiert", wodurch sich allerdings nicht allzu viel verändert, da ich mich eh schon seit Jahren um das Haus kümmere

Ogliana

wurde im Winter 08/09 von einer Lawine vollständig zerstört, ein Wiederaufbau ist nicht geplant (Bilder hier)

Ompio (26.06.17)

bewartet, kein Selbstversorgerraum; von April bis Oktober an den Wochenenden, Osterferien und Juni bis Mitte September durchgehend geöffnet (wie immer ohne Gewähr; Infos hier); nagelneu renoviert, ist sehr schön geworden, ohne dabei den alten Charme zu verlieren; übrigens: die Polenta ist wirklich fantastisch...

Orfalecchio (09.07.15)

reichlich Brennholz vorhanden, Ofen zieht aber nicht besonders gut; Licht wurde repariert (es funktioniert immer nur eine Glühbirne); grundsätzlich sammelt sich immer viel Müll an (Anglerstützpunkt...); Brunnen läuft häufig nicht (geringes Gefälle der Leitung), aber zum Rio Val Grande ist es nicht weit

Parpinasca (07.09.17)

ein neuer Pächter ist gefunden, seit kurzem geöffnet, Infos hier; seit 2014 existiert ein Selbstversorgerraum, der aber nur geöffnet ist, wenn die Pächter nicht anwesend sind: sechs (Matratzen-)Plätze, kleiner Ofen, Holz vorhanden, im Grunde ein echtes Bivacco (nur wenige Kochutensilien, ich habe das Nötigste vorbei gebracht)

Pian Cavallone (12.11.16)

nur an Sommerwochenenden und durchgehend im August geöffnet, kein Selbstversorgerraum, weitere Infos hier; das sogenannte "ricovero invernale" bitte ganz vergessen: kein Wasser, extrem spartanisch und heruntergekommen (wird als Toilette benutzt), bis Curgei ist es weniger als eine halbe Stunde...

Pian di Boit (03.08.17)

dank der umfangreichen Arbeiten der Cooperativa Val Grande ganz gut in Schuss - die Mäuseplage hat allerdings ein erstaunliches Ausmaß angenommen; ein großer Brunnen wurde 2011 eingeweiht, er liegt im Sommer und Herbst jedoch manchmal trocken - Wassermangel herrscht dank der nahen Bäche aber nie; nach den Häusern entlang der Traversata Classica die am stärksten frequentierte Hütte im Park und dementsprechend häufig überfüllt mit einem großen Müllproblem

Pian Vadà (09.12.16)

geschlossen; Schlüssel muss bei der Parkverwaltung in Vogogna oder in der Baita in Pian Cavallo abgeholt werden, Reservierung zwingend erforderlich; Infos: 0324/87540; online-Reservierung über die homepage des Parks möglich; eine zweite, immer zugängliche Hütte wurde im letzten Jahr eröffnet, sie verfügt über drei Plätze, allerdings keine sonstige Infrastruktur; Brunnen vor der Tür oder Quelle ums Eck

Pluni (11.10.16)

alles OK, ich habe den Ofen und sämtliche Ofenrohre gründlich gereinigt, jetzt zieht er wieder gut

Pozzolo (26.05.17)

der große, offene Kamin zieht weiterhin nicht, keine Chance - probiert es erst gar nicht, sonst wird aus der gemütlichen Stube eine Räucherkammer; sonst alles bestens

Prà (16.05.17)

bewartet, kein Selbstversorgerraum; nur an den Sommerwochenenden geöffnet; eine Reservierung wird empfohlen; Infos: 0323/53326

Ragozzale (20.09.17)

die Renovierungsarbeiten sind Ende Juli 2016 abgeschlossen worden und die Hütte steht Wanderern wieder zur Verfügung; ich habe etwas Kücheneinrichtung (Töpfe, Kaffeemaschine) und sonstige Utensilien vorbeigebracht; es bleiben zwei große Probleme: Wassermangel im Sommer/Herbst und viel Schafdreck rund um das Haus - aktuell gibt es dort nur sehr wenig Wasser, die winzige Quelle wird bald wieder versiegen

Rina (20.09.17)

kaum Brennholz in der Hütte vorhanden; in der näheren Umgebung der Hütte gibt es nicht besonders gute Sammelmöglichkeiten, doch wenn man ein paar Minuten geht, sind die Wälder noch voll; ein nagelneuer Ofen wurde Ende Juni 2016 installiert; Achtung, die Hütte wird stark von aufdringlichen Gartenschläfern heimgesucht, die wirklich alles fressen, selbst aufgehängte Lebensmitteltüten sind nicht sicher - am besten immer alles in die Truhe legen, wie anderswo auch; sonst alles tip-top

Scaredi (23.09.17)

Brennholz wurde am 12.09. geliefert; derzeit alles ganz gut in Schuss; wenn der Brunnen nicht läuft, ist der Bach nicht weit; von Mai bis Oktober meist hoffnungslos überfüllt - aber auch in den Randjahreszeiten sehr stark besucht (Klassische Durchquerung und naher Parkplatz bei Fondo li Gabbi!) - in Scaredi ist man so gut wie nie allein und es herrscht oft ein fast schon bizarres Chaos

Straolgio (22.05.17)

äußerst spartanische Unterkunft (leeres Haus ohne jegliche Infrastruktur, man kann nur im Freien ein Feuer machen, keine Töpfe, nichts... auch keine Bänke, Tische etc... aber meine Kaffeemaschine ist selbstverständlich auch hier anwesend und jetzt auch ein Besen)

Val Gabbio (29.08.17)

MIT BETRETUNGSVERBOT BELEGT, die Hütte ist aufgrund einer Entscheidung des Corpo Forestale aus Sicherheitsgründen (sehr morsche Balken und schiefe Wände!) der Allgemeinheit nicht mehr zugänglich - es ist keine Renovierung geplant, die Hütte ist wohl aufgegeben und wird demnächst einstürzen

Vald

HÜTTE KOMPLETT ABGEBRANNT UND VOLLSTÄNDIG ZERSTÖRT, ein Wiederaufbau ist noch nicht absehbar

Velina (13.09.16)

vom in Velina-Baserga ansässigen Piero und den Amici delle Tre Veline unterhalten; alles tiptop, Licht, Gasherd, nagelneuer Holzofen mit großer Brennkammer (Brennholz immer vorhanden, das Teil verwandelt die Hütte in Minuten in eine Sauna, insbesondere die Schlafplätze unterm Dach - zum Anfeuern die Ascheklappe geöffnet lassen und den Zughebel ganz hinein drücken, zieht anfangs eher schlecht), fließend Wasser im Haus; auf Wunsch warme Dusche; eine Übernachtung kostet 10 Euro; die Hütte befindet sich im privaten Anwesen unterhalb des Weges - dort ist aber wirklich jedermann willkommen; weitere Infos auf der Homepage

Vou (Uovo) (21.05.16)

seit Ende 2012 mit neuem Ofen ausgestattet: zieht ganz ordentlich und wärmt perfekt; der offene Kamin qualmt aber ganz gerne vor sich hin, am besten funktioniert er bei geschlossener Tür (aber auch dann nicht komplett rauchfrei); der kleine Brunnen läuft aufgrund des schwachen Gefälles der Leitung nur sehr selten - der nächste Bach ist jedoch gleich ums Eck; zum Brennholz sammeln muss man bereits weit absteigen, in näherer Umgebung gibt es nichts mehr, die Wälder sind ziemlich leergeräumt - eine Sammelmöglichkeit besteht auch in der Rinne im Talkessel, es gibt dort viel von Lawinen antransportiertes Holz



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